Der erste Teil ist das Eigenkapital der Genossenschaft. Das wiederum kommt von ihren Mitgliedern. Denn die kaufen Genossenschaftsanteile. Ein Anteil kostet 1000 €. Wie viele Anteile jeder kauft, hängt davon ab, ob man nutzendes oder investierendes Mitglied ist. Nutzende Mitglieder brauchen natürlich mehr Anteile. Die Summe dieser Anteile sind das Eigenkapital der Genossenschaft. In unserem Fall brauchen wir ca. 44 % der kalkulierten Gesamtsumme.
Wie das mit dem Geld in einer Genossenschaft funktionieren kann.
Heute möchte ich noch einmal erklären, wie das mit der Finanzierung in einer, genau genommen in unserer Genossenschaft funktioniert. Als Grundlage dienen die Schaubilder aus Lisas Präsentation.
Hier also das Konzept:
Darin sieht man, dass das Geld für Kauf und Bau aus drei Richtungen kommt:
Das ist die Grundlage. Mit diesem Geld kann unsere Genossenschaft nun arbeiten: also ein altes Baudenkmal kaufen und daraus ein Zuhause für ihre Mitglieder machen!
Schließlich und endlich werden die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein und die Wohnungen können bezogen werden. Wie geht es dann weiter mit den Finanzen?
Die Genossenschaft vermietet jetzt ihre Wohnungen an die nutzenden Mitglieder. Mit den Mieteinnahmen kann sie die nun anstehenden Ausgaben bewältigen:
1. Tilgung
Zuallererst müssen die Schulden bezahlt werden, das hat oberste Priorität: Die aufgenommenen Kredite müssen getilgt werden. Zinsen fallen natürlich auch an.
2. Rücklage
Außerdem muss die Genossenschaft eine Rücklage bilden. Dazu ist sie sogar von Rechts wegen verpflichtet: Sie muss sich ein Polster ansparen für den laufenden Betrieb und für kommende notwendige Ausgaben.
3. Dividende
Schließlich geht ein dritter Teil zurück an die Mitglieder: Die Dividende ist die Gewinnbeteiligung, die für jeden Anteil ausbezahlt wird. Festgesetzt wird die Höhe der Dividende in der jährlichen Generalversammlung. Das heißt, dass alle Mitglieder in einer demokratischen Abstimmung selbst darüber entscheiden. Natürlich ist die Vorgabe, dass die Genossenschaft wirtschaftlich stabil bleibt. Deshalb müssen wir der Ehrlichkeit halber sagen, dass mit Dividenden während der Bauzeit und auch in den ersten Jahren nach Bezug wegen der hohen Investitionskosten für eine ganze Weile noch nicht zu rechnen ist.
So, und nun zu den Fragen, die vermutlich aufgetaucht sind:
FAQ:
Und hier kommt der Werbeblock:
Money, Money, Money… kein einfaches Thema.
Entsprechend war das jetzt ganz schön viel Info, puh! Super, dass du dich bis hierhin durchgeackert hast. Ich hoffe, dass ich für ein bisschen Durchblick sorgen konnte.
Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne bei uns unter hallo@wohnprojekt-wimm.de
Wir freuen uns über dein Interesse!
Jaa, der Weg zum gemeinschaftlichen Wohnen in Memmingen kostet nicht nur viel Enthusiasmus, viel Mut und viel Tatkraft, sondern auch viel Geld. Aber gemeinsam schaffen wir auch das.
Beste Grüße von unterwegs!
Wer schreibt hier?
Christine Koslitz,
nach anfänglicher Skepsis längst in zunehmender Vorfreude auf das gemeinsame Wohnen mit Familie, Freunden und Gleichgesinnten. Hier in der Rolle der Oma, manchmal der Köchin, gerne der Schreiberin und, weil es jemand machen muss, der Vorsitzenden des Aufsichtsrates.